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Um die HPI Schul-Cloud bei Schulschließungen nutzen zu können brauchen Sie keinerlei besondere technische Ausrüstung an ihrer Schule. Die zentrale Administration der HPI Schul-Cloud erfolgt durch das HPI. Alle Lehrkräfte und Schüler:Innen können die HPI Schul-Cloud auf ihren eigenen Endgeräten (PC/Tablet/Smartphone) nutzen.

Um die HPI Schul-Cloud auch im Präsenzunterricht zur digitalen Unterstützung zu nutzen, empfehlen wir eine gute WLAN Ausstattung. Wir empfehlen mind. 50Mbit/s Downloadgeschwindigkeit. Deutlich besser ist 1Mbit/s Downloadgeschwindigkeit je Schüler:In, die gleichzeitig das Wlan nutzt. Lehrkräfte können die HPI Schul-Cloud mit jedem PC/Tablet und Beamer nutzen.

Für alle Fragen, die die Einführung oder Nutzung der HPI Schul-Cloud betreffen, steht Ihnen unser HPI Schul-Cloud Support zur Verfügung.

Ein IT-Support an der Schule der alle anderen Fragen, z.B. bzgl. Hardware, beantworten kann, ist eine zusätzliche Stütze der Digitalisierung. Die gute Nachricht: Im Schnitt ist der Support-Bedarf gering (Bsp. Vierzügige Schule: ca. 3 Supportanfragen wöchentlich). Nur bei Hard- oder Softwarewechsel oder zum Schuljahreswechsel, kann es zu einer Häufung von Support-Anfragen kommen. Daher empfehlen wir einen (kleinen) strukturierten schulinternen Support.

Weiterführende Informationen zu technischer Ausstattung und Infrastruktur finden Sie hier als PDF.

>> Hier unsere Empfehlungen zu WLAN & Geräteausstattung (PDF)

Wenn Sie sich grundsätzlich mit der Transformation der Infrastruktur an ihrer Schule beschäftigen und z.B. ein Medienkonzept erstellen möchten um finanzielle Mittel des DigitalPakt. Schule in Anspruch zu nehmen, könnten diese weiterführenden Informationen hilfreich für Sie sein:

Transformation schulischer Infrastruktur

Ein guter Überblick über Notwendigkeiten und Eigenschaften von zu beschaffender Infrastruktur und Hardware ist trotz seines Alters (Stand 2017) die Ausarbeitung des sachsen-anhaltinischen Bildungsministeriums.

In der umfassenden Publikation des Bündnisses für Bildung (BfB) finden sich viele weitere Informationen zum Thema Transformation der schulischen Infrastruktur.

Medienkonzepte

Wir möchten Ihnen hier drei Konzepte vorstellen, die Sie als Ansätze für die Entwicklung eines Medienkonzepts nutzen können. Wenn Sie z.B. finanzielle Mittel des DigitalPakt. Schule in Anspruch nehmen möchten, ist ein schulspezifisches Medienkonzept Voraussetzung für einen Förderantrag.

A) Bildung in der digitalen Welt

In ihrer Strategie "Bildung in der digitalen Welt" betont die Kultusministerkonferenz (KMK) für die Digitalisierung an Schulen in Deutschland zwei Schwerpunkte (KMK 2017, 12):

1. Curriculare Einbindung von „Kompetenzen für die digitale Welt“, die fachspezifisch in allen Fächern umgesetzt werden soll.

2. Digital gestützte Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen. Der Schwerpunkt liegt auf der pädagogisch fundierten Einbeziehung des Potenzials digitaler Medien. Dieser geforderte Kompetenzrahmen ist derzeit noch nicht in allen Bundesländern Pflicht, wird aber mit steigender Tendenz von Schulen im Rahmen eines Medienkonzeptes umgesetzt.

Als grobe Leitlinien bieten sich die 6 Kompetenzbereiche der KMK-Strategie an (2017, 16-19), die sich aus den o.g. zwei Schwerpunkten ableiten. Weitere Informationen finden Sie hier: „Bildung in der digitalen Welt“.

B) 4K

Ein weiteres Modell zur Konkretisierung eurer Digitalisierung-Bestrebungen ist 4K. Das 4K-Modell steht für 4 Kernkompetenzen (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken), die Schüler*innen im 21. Jahrhundert benötigen, um in einer globalisierten Welt selbstwirksam leben zu können. Das Modell (engl. Original: "4C-Model") stammt von der amerikanischen Non-Profit-Organisation P21.

KMK-Strategie und das 4K-Modell ergänzen einander gut: Während die KMK-Strategie auf der Makro-Ebene grundsätzliche Kompetenzen formuliert, geht das 4K-Modell in die Mikroebene und hilft konkrete Lernziele einer Unterrichtseinheit zu formulieren. Weitere Informationen findet ihr hier: P21. Partnership for 21st Century Learning

C) SAMR

Das SAMR-Modell (Ruben Puentedura, 2006) spricht die vier Phasen der Digitalisierung an: Ersetzung, Erweiterung, Änderung und Transformation (Wilke 2016, engl. Original nach Puentedura (2006)). Diese Schritte bezeichnen grundsätzlich die Auswirkungen von digitalen Medien im Unterricht. Digitale Medien können den Unterricht ergänzen oder verbessern ("Ersetzung" und "Erweiterung") oder Unterricht und Klassengeschehen neu und anders gestalten helfen ("Änderungen" bzw. "Transformation"). Ein Arbeitsblatt als PDF wäre demnach eine "Ersetzung", während flipped classroom mithilfe eines Cloudsystems den Lernalltag "transformiert".

Handlungsempfehlungen

Da Bezeichnungen und Voraussetzungen je nach Bundesland variieren können haben wir bei den folgenden Informationen das Bundesland jeweils vermerkt.

Handlungsempfehlung der Lehrer*innen-Fortbildung NRW

Materialien zu den sechs unterschiedlichen Kompetenzbereichen, die im nordrhein-westfälischen Medienkompetenzrahmen erforderlich sind. Es gibt Druckmaterialien wie Handreichungen und Poster, die kostenlos bestellt werden können.


Leitfaden des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München

Auch in Bayern werden Materialien zusammengestellt, die angepasst sicherlich auch für andere Bundesländer nützlich sein können: Hier die Angebote  des „Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung“ aus München.

Handlungsempfehlung des niedersächsischen Medienberaters

Der niedersächsische Medienberater Maik Riecken bietet auf seiner Homepage einen detaillierten und eng geführten Leitfaden. Neben einer Einführung in die Grundlagen eines Medienkonzeptes  bietet er Hilfestellung beim Erkennen schulspezifischer Bedarfe und Möglichkeiten.


Vielen Dank an unseren Kooperationspartner MINT-EC für die Aufbereitung und Zusammenstellung der Materialien auf dieser Seite.